Was ist mit den Schiedsrichtern los?

9 03 2008

In der österreichischen Fußball-Bundesliga erleben wir 2007/08 einen extrem spannendes Finale um den Meistertitel. Zu Beginn des Frühjahres lagen die ersten fünf Mannschaften in der Tabelle nur um zwei Zähler auseinander. Doch in den letzten Runden wurde alles durch einige Fehlentscheidungen durcheinandergewirbelt.

Klar sind sie Unparteiischen und ihre Assistenten auch nur Menschen, daher kann es immer wieder Fehler geben. Doch es geht einfach um zu viel um diese Häufigkeit der Fehler tolerieren zu können. Oft wurden knappe Spiele so mitentschieden, und es kam zu Punkteverschiebungen in der Tabelle.

Hier ein paar Beispiele der letzten Runden:

22. Runde: Austria Wien - Graz 1:2
Der Austria wird bei einer 1:0 Führung ein klarer Handelfmeter verweigert. Sturm-Goalie Gratzei begeht einen Torraub, der allerdings nicht geahndet wird. Statt 2:0 oder 3:0 bleibt es bei der geringen Führung und die Grazer können die Partie noch drehen.

25. Runde: Sturm Graz - LASK 1:2
Der Heimmannschaft wurden zwei klare Elfmeter verwehrt. Klar, es sind keine fixen Tore, aber doch sehr große Chancen auf Torerfolge.

26. Runde: LASK - Mattersburg 2:1
Durch zwei Elfmetertore dreht der LASK das Spiel noch zu seinen Gunsten um. Der zweite Strafstoß war allerdings unberechtigt, da der Mattersburger Pöllhuber klar den Ball gespielt hat.

27. Runde: Austria Wien - LASK 0:0
Hannes Aigner köpft eine Flanke zum 1:0 für die Austria ein. Doch der Schiedsrichter-Assistent sieht eine Abseitsstellung und hebt die Fahne. Somit wird ein reguläres Tor aberkannt. Es gibt nur einen statt drei Punkte für die Violetten.

Red Bull Salzburg - Wacker Innsbruck 2:0
Ein direkt geschossener Corner wird von Salzburg-Goalie Ochs hinter der Linie gefangen. Doch der Unparteiische läßt weiterspielen. Stattdessen fällt der Führungstreffer für die Mozartstädter.
Nach diesem wird der Tiroler Hattenberger von Vargas im Strafraum gelegt, es gibt aber keinen Elfer.

28. Runde: Rapid - Sturm Graz 2:1
Eine von Fehlentscheidungen geprägte und entschiedene Partie. Zu Beginn wird den Gästen ein reguläres Tor aberkannt.
Noch in der ersten Hälfte wird der Grazer Jantscher nach einem Allerweltsfoul ausgeschlossen.
Acht Minuten vor Schluß dann der entscheidende Fehler des Schiris. Ein klar außerhalb des Strafraums begangenes Foul wird zu einem Elfergeschenk für Rapid.

LASK - Austria Wien 2:1
Wie schon in der Runde zuvor profitiert der LASK gegen die Austria von einer Fehlentscheidung des Schiri-Assistenten. Der reguläre Ausgleichstreffer zum 2:2 von Standfest wird wieder wegen angeblichem Abseits aberkannt.

Noch dazu gibt es noch das Theater wegen der Neuaustragung der Partie Altach - Rapid. Im schlimmsten Fall kann sich das noch ein Monat oder länger ziehen. Ein Jammer, welch chaotisch Zustände in unserer Liga drei Monate vor Beginn der Heim-EM bestehen! 

Ein Sprichwort sagt, dass sich innerhalb einer Saison alles wieder ausgleichen soll. Anhand der Häufigkeit der entscheidenden Fehlentscheidungen kann das sich aber nicht mehr ausgehen. Es kann sich jeder ausrechnen, wie die Tabelle ohne dieser haarsträubenden Fehler aussehen könnte. Sie würde definitiv nicht so wie die jetzige aussehen. Wenn das die Entscheidung der Meisterschaft oder den Kampf um die Europacupplätze beeinflußt ist das mehr als tragisch…